4. November 2026

Ambidextrie: Stabilität sichern, Neues wagen

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Mit beiden Händen gleich geschickt sein: Das meint der Begriff Ambidextrie, lateinisch für Beidhändigkeit. Übertragen auf Organisationen beschreibt er eine anspruchsvolle Fähigkeit, das Bewährte zuverlässig weiterzuführen und zugleich Raum für Neues zu schaffen. Gerade die öffentliche Verwaltung steht vor dieser Doppelaufgabe. Bürgerinnen und Bürger erwarten Verlässlichkeit – doch diese Erwartung steht selbst unter Druck: Polykrisen, die Klimakrise, der demografische Wandel, digitale Transformation und der zunehmende Fachkräftemangel in der Verwaltung verlangen zugleich nach neuen Antworten. Wie gelingt dieser organisationale Drahtseilakt? Zu Gast sind Jana Plomin und Alinka Rother. Sie erklären, was sequenzielle, strukturelle und kontextuelle Ambidextrie unterscheidet und wie Reallabore, Gov-Labs, Experimentierklauseln und Pilotprojekte Verwaltungen helfen können, Neues auszuprobieren, ohne das Tagesgeschäft zu gefährden. Wertvolle Einblicke liefert das Forschungsvorhaben »E-Government weiterdenken« des Umweltbundesamts, in dem unter der Leitung von Adeline Höhn neue Wege für eine experimentierfreudige Umweltverwaltung erprobt wurden. Publikation »E-Government weiterdenken - Strategie und Erprobung für das zukünftige Verwaltungshandeln in der Umweltpolitik« (Abschlussbericht, UBA-Texte 34/2025) unter https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/e-government-weiterdenken